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Home Zeittafel Übersicht Ehrenbürger Töchter und Söhne mit der Stadt verbunden Übersichtskarte

1123 - 1500     

Stadtgründung und Sitz der Lebuser

Bischöfe

Zeitleiste

1500 -  1740     

Stadtentwicklung, Reformation,

30 jähriger Krieg

1740 – 1815     

Friedrich der Große, Binnenkolonisation, Befreiungskriege

1816 – 1900    

Ulanen und Industrialisierung

1900 – 1933     

Vor und nach dem 1. Weltkrieg

Weimarer Republik

1933 – 1945     

Nationalsozialismus und II. Weltkrieg

1945 – 1949     

Nachkriegszeit und Sowjetische Besatzungszone

1970– 1987     

Vom Rathauskeller bis zum Stahlkordwerk

1987 – 1990     

Politische und gesellschaftliche Wende Beitritt zur BRD

1990 – heute

Umfassende Veränderungen in allen Bereichen des Lebens

1950 – 1969     

DDR, Wiederaufbau der Stadt, Industrieentwicklung

1816 - 1900


Ulanen und Industrialisierung

18.01.1816

Bürger Fürstenwaldes feiern das Ende der Napoleonischen Besetzung mit einem Friedensfest.


1817

Aufteilung eines Teils der Kleinen Heide (Heideland) an alle Hausbesitzer „unentgeltlich zum vollen Eigenthum nach wirtschaftlichen Grundsätzen“.


1817

Stadt wird Garnison des 1809 aufgestellten 1. Brandenburgischen Ulanenregiments.


1818

Die 1815 auf dem Wiener Kongress beschlossene Verwaltungsreform wird auch in Fürstenwalde umgesetzt.

Die Besitzungen nördlich der Spree liegen im Regierungsbezirk Frankfurt (Oder), die südlich der Spree verbleiben im Regierungsbezirk Potsdam).


1818

Erwerb des Vorwerks Rauener Hammelstall.


1820

Stadttore und Torschreiber werden nach Aufhebung des Zoll- und Akziseamtes überflüssig.

 

1822

Beginn des Abbruches der Stadtmauer. Anlegen des Neuen Friedhofs in der Wilhelmstraße.


1834

Das Fürstenwalder Wochenblatt als erste Fürstenwalder Zeitung erscheint.


1837

Errichtung der automatischen Getreidemühle amerikanischer Bauart an der Spree mit Paternosterbetrieb und mechanischer Abfüllung. Beginn der Mehlfabrikation in der Spreemühle.


1837

Oberpfarrer Dr. Georg Friedrich Gottlob Goltz veröffentlicht seine „Diplomat. Chronik der Stadt Fürstenwalde“.  


1839

Maurermeister Arnold aus Fürstenwalde baut den ersten Ringofen. Er hatte ihn erfunden aber kein Patent angemeldete.

1873 wurde er für seine Erfindung Ehrenbürger von Fürstenwalde.

Der Berliner Wilhelm Hoffmann meldete später auch ein Patent an, welches ihm nach Bekanntwerden des Arnoldschen Ofens wieder aberkannt wurde. Allerdings sagen Experten, dass erst der Hoffmannsche Ringofen als Weiterentwicklung dazu geeignet war, eine industrielle Großproduktion von Ziegeln zu gewährleisten.


1842

Eröffnung der Berlin-Frankfurter Eisenbahn. Strecke Berlin-Fürstenwalde-Frankfurt (Oder).

Altes Bahnhofsgebäude entsteht.


1843

Dampf- Woll-Spinnerei Arnold & Iden am Sauanger vor den Weberhäusern wird in Betrieb genommen.


1848

Bürgerlich-demokratische Revolution in Deutschland wirkt auch nach Fürstenwalde.

Durch die zunehmende Industrialisierung der Stadt sowie die Eröffnung der Eisenbahnstrecke Berlin-Frankfurt (Oder) kommt es zur Herausbildung einer Industriearbeiterklasse. Pendler von und nach Berlin sorgten für einen Austausch und für eine zunehmende Politisierung der Gesellschaft.

In der Folgezeit entstehen als Interessengemeinschaften und Interessenvertretungen eine Vielzahl politischer Vereine, Gruppen und später auch Ortsgruppen von politischen Parteien aller Couleur.


1858

Inbetriebnahme des städtischen Gaswerkes zur Versorgung der Haushalte und der städtischen Beleuchtung

(60 Gaslaternen und 600 Privatflammen).  Verarbeitung von Holz (vornehmlich Stubben) aus den städtischen Wäldern (Holzentgasung), eine der ältesten Anlagen in Deutschland.


1859

Fabrikbesitzer Ernst Schilknecht errichtet in der Altstadt eine Kalkbrennerei mit 2 Öfen. 1860 3. Ofen, 1862 4. Ofen.

In dieser Zeit entstehen in Fürstenwalde und Ketschendorf im Zuge der Industrialisierung eine Vielzahl kleinerer und größerer Industriebetriebe.


1865

Sechs Schulen in der Stadt

-private Töchterschule

-Kathol. Schule

-Knaben-Bürger-Schule

-Mädchen-Bürger-Schule

-Elementarschule

-Kolonieschule


1870

Neubau eines Krankenhauses mit angeschlossenem Siechenhaus in der Frankfurter Straße.


1873

Eintragung Fabrikbesitzer Julius Pintsch (Berlin) in das Firmenregister Nr. 724 (Carl Friedrich Julius Pintsch in Berlin Niederlassung Fa. Julius Pintsch in Fürstenwalde).


15.07.1873

Mit Hilfe von Spenden in Höhe 4.500 Mark eröffnete Markus Reich am 15. Juli 1873 in Fürstenwalde/Spree die Israelitische Taubstummenanstalt (ITA) für sieben Kinder, darunter fünf Freistellen für Bedürftige. Reich wollte in seiner Schule nicht nur die Kinder bemittelter Eltern aufnehmen, sondern auch Freistellen für Bedürftige schaffen.

Die Schulpflicht für Taubstumme und Blinde wurde erst 1911 eingeführt.


1882

Erfolgt die Umgemeindung der Spreevorstadt vom Kreis Beeskow-Storkow in den Kreis Lebus.


1883

Baubeginn Oder-Spree-Kanal

1883-1891 Erste Ausbaustufe

1905-1915 Zweite Ausbaustufe

1917-1937 Dritte Ausbaustufe

1945-2008 Vierte Ausbaustufe


1887

Einweihung des Kriegerdenkmals auf dem heutigen Platz am Stern für die in den Preussischen Kriegen 1864 (Deutsch-Dänischer Krieg),1866 (Deutscher Krieg) und 1870/71 (Deutsch-Französischer Krieg) gefallenen Fürstenwalder.


1892

Pastor Albert Burgdorf gründet die Fürstenwalder Samariteranstalten am Goetheplatz (Lazarushaus).


1892

Abriss des Hospitals auf dem Denkmalsplatz (heute Am Stern).


1897

Bezug der Ulanenkasernen“ in der (Neuen) Gartenstraße und damit erstmalig eine zusammenhängende Unterbringung der Soldaten der Garnision Fürstenwalde.


1897

Verkauf der Schloßbrauerei an die Actien-Brauerei-Gesellschaft Friedrichshöhe, vorm. Patzenhofer.


1897

August Bebel spricht in den "Reichshallen" am Dom.


1897

Sembritzki verkauft das durch ihn benannte Landgut „Palmnicken“ an Julius Pintsch.


1899

Einführung des Invaliditäts- und Altersversicherungsgesetzes


1899

Eröffnung einer Schifferschule in Fürstenwalde


24.04.1899    

August Bebel spricht in der „Schlosskellerei“.