Kategorie:1871 - 1918

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Das Jahr 1871:

  • Otto von Bismarck, der Kanzler des Norddeutschen Bundes,sah in diesem Krieg gegen Feankreich das geeignete Mittel, die nationale Einigung Deutschlands unter Führung Preußens zu vollenden. Da sich die süddeutschen Staaten zur Waffenbrüderschaft mit Preußen verpflichtet hatten, sollten sie in einem gemeinsam gegen Frankreich geführten Krieg auch politisch in das neu zu gründende Reich eingebunden werden. Nach dem Deutsch-Dänischen und dem Deutschen Krieg von 1864 und 1866 galt jetzt der Konflikt mit Frankreich als dritter und letzter der deutschen Einigungskriege. Durch eine neue Verfassung vom 1. Januar 1871 benannte sich nun der Bund in Deutsches Reich um. Wilhelm I., König von Preußen, erhielt dabei zusätzlich den Titel „Deutscher Kaiser“. Erst nach dem Fall von Paris fand sich die französische Regierung im Februar 1871 zum Vorfrieden von Versailles bereit. Offiziell endete der Krieg am 10. Mai 1871 mit dem Frieden von Frankfurt. Auch das Fürstenwalder Ulanen Regiment nahm am Feldzug teil und blieb bis Mitte Juli 1871 als Besatzungsmacht in Frankreich.
  • Am 09. Februar erklärte sich die Stadtverordnetenversammlung mit dem Kommissionsbericht über die Aufnahme französischer Soldaten und Offiziere und über den Bau von Baracken einverstanden.
  • Am 23. Februar wird dem Kommandeur des Brandenburgisches Ulanen-Regiment (Kaiser von Russland) Nr.3, Oberst Friedrich Wilhelm Walter Graf von der Gröben, das Ehrenbürgerrecht der Stadt Fürstenwalde verliehen.
  • Am 3.März war die Wahl der Abgeordneten zum 1. Deutschen Reichstag. Wahlberechtigt waren 7,65 Millionen männliche Reichsbürger ab dem 25. Lebensalter, das entsprach etwa 19,4 % der damaligen Bevölkerung. Militär-angehörige und andere Gruppen waren ausgeschlossen. Die Wahlbeteiligung lag bei etwa 51 %. Auch in Fürstenwalde wurde gewählt. von 1420 Wahlberechtigten gingen 307 zur Wahl. Der Appellations-Gerichts-präsident Dr. Simsom erhielt 264, der Graf Finkenstein 40 und Andere 3 Stimmen.
  • Die hiesige Töchterschule feiert am 25.März ihr 25jähriges Bestehen.
  • Am 18.April wurde auf der Stadtverordneten-Sitzung der Bürgermeister Clausius, dessen Amtszeit am 1.November d. J. abläuft, als Bürgermeister für weitere 12 Jahre gewählt und sein Jahresgehalt auf 1000 Taler erhöht.
  • Es erkrank in Fürstenwalde und Umland viele Kinder und Erwachsene an den Pocken.

Das Jahr 1872:

  • Mit Wirkung vom 01. Januar tritt eine neue Maas- und Gewichtsordnung in Deutschland in Kraft.
  • Am 04. Januar beschließt die Stadtverordneten Versammlung die Einrichtung eines Lazarettes für Pockenkranke einzurichten.

Das Jahr 1873:

  • Markus Reich eröffnete in der Neuendorfer Straße 5 (heutige Alte Neuendorfer Straße) mit Hilfe von Spenden in Höhe von 4500 Mark die erste jüdische Einrichtung für Taubstumme in Deutschland, für 7 Kinder darunter 5 Freistellen für Bedürftige.

Das Jahr 1874:

  • Am 03.Juli Gründung des Kriegervereins. Der Vorstand setzte sich zusammen aus den Herren: Rittmeister C. Wobring als Vorsitzender, Herr von Barsewisch als Stellvertreter, Herr Buchholz als Schriftführer, Herr Fleischmann als Stellvertreter und Herr Seide als Kassenführer.

Das Jahr 1878:

  • Am 21. November stirbt der Bürgermeister Wilhelm Ludwig Clausius.

Das Jahr 1879:

  • Am 01.Juli wird Leopold Köppe aus Rathenow Bürgermeister unserer Stadt.

Das Jahr 1880:

  • Die Stadtbehörde ließ mit Wirkung vom 01.April die Häuser neu nummerieren, wobei jede Straße mit der Nr. 1 beginnt.
  • Aus dem 1861 gegründeten Männer-Turnvereins bildet sich eine Freiwillige Feuerwehr.

Das Jahr 1882:

  • Am 15.März scheidet die Spreevorstadt mit 764 Personen aus dem Kreis Beeskow-Storkow aus und wird in die Stadt Fürstenwalde eingemeindet.
  • Der Fabrikant A.S.Koehlmann-Frankfurt kauft in Fürstenwalde die hiesige Stärkefabrik 175000 Mark und baut sie zu einem Großbetrieb aus.

Das Jahr 1883:

  • Baubeginn des Oder-Spree-Kanals.

Das Jahr 1885:

  • Fürstenwalde steht mit 11363 Einwohnern unter 137 märkischen Städten an 19.Stelle.

Das Jahr 1887:

  • Am 03.Juli findet die feierliche Enthüllung des Kriegerdenkmals für die in den Kriegen 1866 und 1870/71 gefallenen Söhne unserer Stadt. Die Anregung zur Aufstellung eines Denkmals ging von dem am 03.Juli 1874 gegründeten Kriegervereins aus.
  • Das Fürstenwalder Handwerk wies am 01.Dezember 11 Innungen mit 320 Mitgliedern sowie 291 Lehrlingen auf.
  • Die Gebrüder Aschheim aus Berlin bauten eine Dachpappenfabrik auf.

Das Jahr 1892:

  • Albert Friedrich Wilhelm Burgdorf erwirbt auf dem damaligen Schützenplatz ein Gebäude, das er Lazarushaus nennt. Das Jahr 1892 gilt als Gründungsdatum der Samariteranstalten.

Das Jahr 1897:

  • Das Ulanen-Regiment bezieht in der Gartenstraße die neu erbaute Kasernenanlage. Damit wird erstmalig eine zusammenhängende Unterbringung der Soldaten in der Stadt möglich.
  • Verkauf der Schloßbrauerei an die Actien-Brauerei-Gesellschaft Friedrichshöhe, vormals Patzenhofer.
  • August Bebel spricht in den "Reichshallen" am Dom.
  • Sembritzki verkauft das durch ihm benannte Landgut "Palmnicken" an Julius Pintsch.

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